Mögliche Nebenwirkungen der Therapie

1. Mögliche Nebenwirkungen der Therapie mit VWF/FVIII-Konzentrat

Da die Konzentrate aus menschlichem Blutplasma hergestellt werden, können wie bei Bluttransfusionen in seltenen Fällen Nebenwirkungen wie Fieber oder Kopfschmerzen beobachtet werden. In einzelnen Fällen kann der Patient allergisch auf Bestandteile der Konzentrate reagieren.
Für die Herstellung der Konzentrate gelten strenge gesetzlich geregelte Sicherheitsvorschriften, insbesondere zur Testung auf die virusübertragene Gelbsucht (Hepatitis) und HIV (Aids). Bei der Herstellung von modernen Gerinnungsfaktorkonzentraten werden zudem verschiedene spezifische Verfahren angewendet, die auch unbekannte Viren zuverlässig zerstören.

2. Mögliche Nebenwirkungen der Therapie mit DDAVP

Grundsätzlich ist DDAVP nur bei Patienten wirksam, die funktionstüchtigen VWF produzieren! Bei Patienten mit Typ 3 und der schweren Form des Typs 2N ist DDAVP  daher nicht geeignet.
Nicht jeder Patient spricht auf DDAVP an. Es sollte auf jeden Fall ein DDAVP-Test durchgeführt werden, um zu überprüfen, ob der VWF-Spiegel ausreichend ansteigt.
DDAVP greift in den Wasserhaushalt ein und bewirkt, dass Wasser vermehrt im Körper bleibt. Daher ist es für Kinder unter vier Jahren und ältere Patienten ab 65 Jahren sowie Patienten, die an Krampfanfällen, Migräne oder Bluthochdruck leiden, nicht geeignet.

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