Wann ist eine Dauerbehandlung notwendig?

Vorbeugende Dauerbehandlung (Prophylaxe) heißt, dass auch ohne akute Blutung regelmäßig VWF/FVIII-Konzentrat verabreicht wird. Eine solche Prophylaxe mit VWF/FVIII-Konzentraten ist insbesondere bei Patienten sinnvoll, die häufig unter Blutungen leiden. Besonders bei Patienten mit Von-Willebrand-Syndrom Typ 3 kann es wiederholt zu Gelenkblutungen kommen, die langfristig zu Gelenkschäden führen. Durch die langfristige vorbeugende Behandlung mit einem VWF/FVIII-Konzentrat können schmerzhafte Blutungsepisoden sowie Gelenkschäden verhindert werden.

Patienten mit einem schweren Verlauf des Typ 2 oder Typ 1 können auch von einer Prophylaxe profitieren (ggf. auch zeitlich begrenzt), indem immer wieder auftretende Schleimhautblutungen vermieden werden.

Die Abstände zwischen den einzelnen Gaben werden für jeden Patienten individuell festgelegt. In der Regel wird die Behandlung im Abstand von wenigen Tagen bis wöchentlich wiederholt. Zu Beginn wird das VWF/FVIII-Konzentrat von einem Arzt verabreicht; später können der Patient oder Familienangehörige erlernen, das Konzentrat bei Bedarf selbstständig zu verabreichen (Heimselbstbehandlung). Für den Patienten bedeutet dies eine fast „normale“ Lebensqualität.

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