Blaue Flecken bei VWS: ein wichtiges Symptom

Die sogenannten „blauen Flecken“ gehören zu den Symptomen des Von-Willebrand-Syndroms. Man nennt sie auch Blutergüsse oder in der Fachsprache „Hämatom“, was sich vom griechischen Wort für Blut ableitet. Die blauen Flecken können mitunter von stärkeren Schmerzen und Schwellungen begleitet sein. Wenn der Organismus gesund ist, heilt der blaue Fleck je nach Ausmaß innerhalb von zwei bis drei Wochen ab. Bei einer Gerinnungsstörung wie dem Von-Willebrand-Syndrom kann dies anders verlaufen, denn blaue Flecken und VWS stehen oft in enger Verbindung.

Wie entsteht ein „blauer Fleck“?

Im Allgemeinen entstehen blaue Flecken beziehungsweise Hämatome nach einem Stoß oder einem Schlag. Auch bei einem Sturz oder nach einer Operation können Hämatome entstehen. Es handelt sich hier um einen Austritt von Blut aus Gefäßen, das sich dann im umliegenden Gewebe oder in Vertiefungen sammelt.

Warum treten blaue Flecken und VWS oft gemeinsam auf?

Ist eine Person von der Gerinnungsstörung Von-Willebrand-Syndrom betroffen, sind oft keine Auslöser für das Auftreten von blauen Flecken feststellbar. Schon ein leichter Stoß führt zu einem ungewöhnlich starken Hämatom. Gleiches gilt, wenn Hämatome an ungewöhnlichen Stellen oder als Folge einer Impfung auftreten.
Bei dem VWS ist die Gerinnung des Blutes entweder aufgrund eines Mangels an Von-Willebrand-Faktor vor (quantitativer Defekt), oder durch eine veränderte Funktionstüchtigkeit des VWF (qualitativer Defekt) gestört. Wenn es dann zu Einblutungen kommt, dauert dieses Blutungsereignis länger als bei einem gesunden Menschen. Die Folge können die beschriebenen Hämatome sein.

Weitere Symptome einer Gerinnungsstörung

Weitere Anzeichen für eine Gerinnungsstörung können beispielsweise häufiges Nasenbluten, unerwartete Nachblutungen nach Operationen, Zahnfleisch- und Schleimhautblutungen oder verlängerte oder verstärkte Regelblutungen bei Frauen sein.

Was tun, wenn sich Symptome für das Von-Willebrand-Symptom zeigen?

Grundsätzlich gilt: nicht hinter jedem blaue Fleck muss eine Gerinnungsstörung stecken. Um das Von-Willebrand-Syndrom als solches zu diagnostizieren, ist ein mit Blutgerinnungsstörungen erfahrener Arzt erforderlich. Wenn der Verdacht auf VWS besteht, kann der behandelnde Arzt Blutuntersuchungen veranlassen, die bereits erste Hinweise auf ein VWS geben kann. Da die Menge an Von-Willebrand-Faktor (VWF) auch bei gesunden Personen sehr stark schwanken kann, gehen einer zweifelsfreien Diagnose meist mehrere Blutuntersuchungen zu verschiedenen Zeitpunkten voraus.

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