14.04.2026
Am Welthämophilietag 2026 steht die Bedeutung einer frühen Diagnose im Mittelpunkt. Warum das auch für Menschen mit Von-Willebrand-Erkrankung so wichtig ist, lesen Sie hier.
Am 17. April 2026 wird weltweit wieder der Welthämophilietag begangen. Seit 1989 machen Betroffene und Organisationen an diesem Datum auf Hämophilie und andere angeborene Blutgerinnungsstörungen aufmerksam. Der Tag wurde bewusst auf den 17. April gelegt, weil dies der Geburtstag von Frank Schnabel ist, dem Gründer der World Federation of Hemophilia, kurz WFH.
2026 stellt die WFH das Motto „Diagnosis: First step to care“ in den Mittelpunkt. Damit rückt ein Thema in den Fokus, das auch für Menschen mit Von-Willebrand-Erkrankung sehr wichtig ist.
Warum die Diagnose so wichtig ist
Eine verlässliche Diagnose ist oft die Voraussetzung dafür, aus Beschwerden die richtigen Rückschlüsse zu ziehen und die passende Versorgung einzuleiten. Ohne Diagnose fehlen häufig wichtige Informationen für den weiteren Weg. Das betrifft Beratung, Behandlung und den Umgang mit Blutungen im Alltag.
Die WFH weist darauf hin, dass weltweit noch immer mehr als drei Viertel der Menschen mit Hämophilie nicht diagnostiziert sind. Bei anderen angeborenen Blutgerinnungsstörungen ist die Lücke sogar noch größer. Menschen mit der Von-Willebrand-Erkrankung, Personen mit seltenen Blutgerinnungsstörungen sowie Frauen und Mädchen mit Blutgerinnungsstörungen sind besonders häufig von verspäteter oder fehlender Diagnose betroffen.
Gerade bei der VWE ist das gut erklärbar, denn je nach Ausprägung und Schweregrad können die Anzeichen unterschiedlich stark sein. Nicht jede Blutung wird dann als Hinweis auf eine Gerinnungsstörung erkannt. Umso wichtiger ist es, Wissen zu verbreiten und die Aufmerksamkeit für Diagnostik zu stärken. Denn nur wenn die Erkrankung erkannt wird, können die nächsten Schritte gezielt geplant werden.
Ein Aktionstag auch für Menschen mit VWE
Der Name des Aktionstags verweist zwar auf Hämophilie, doch die WFH macht auch 2026 deutlich, dass es am 17. April um alle angeborenen Blutgerinnungsstörungen geht.
Menschen mit VWE sind also ebenfalls angesprochen, sich zu engagieren und ihr Umfeld zu aktivieren. Für mehr Aufmerksamkeit, frühere Diagnosen und mehr Lebensqualität durch individuelle, rechtzeitige Therapien.
Mitmachen und Sichtbarkeit schaffen
Wer sich am Welthämophilietag beteiligen möchte, findet bei der WFH zahlreiche Materialien. Angeboten werden unter anderem Poster, Banner, Logos und Grafiken für soziale Medien. Auch persönliche Geschichten können geteilt werden. Für Beiträge empfiehlt die WFH unter anderem die Hashtags #WorldHemophiliaDay, #WHD2026, #LightItUpRed und #WeBleedToo.
Ein sichtbares Zeichen der Solidarität ist außerdem die Aktion „Light It Up Red“, bei der weltweit Gebäude und Wahrzeichen rot beleuchtet werden. Welche das 2026 sein werden, können Sie auf der WFH-Website nachlesen. Es sind Gebäude in vielen Ländern dabei, unter anderem in Österreich, Kanada, Australien, Japan, England und den USA.
Weitere Informationen und Materialien
Alle offiziellen Informationen zum Welthämophilietag 2026 sowie Materialien zum Herunterladen finden Sie auf der Website der World Federation of Hemophilia.
Dort gibt es auch Anregungen für eigene Aktionen, die an die Plattform gemeldet und dann in den Terminkalender aufgenommen werden können.
