Risiken für das Kind
Für Kinder mit VWS gibt es bei einer normalen Entbindung kaum Blutungskomplikationen. Das gilt für leichtere Verlaufsformen ohnehin, da durch den Geburtsvorgang beim Kind der von-Willebrand-Faktor als Akutphaseprotein ansteigt. Aber auch bei schwerem VWS treten nur äußerst selten Blutungen beim Kind auf.
Besteht beim Kind aus der Anamnese der Verdacht eines VWS Typ 2 oder Typ 3, sollte die Anwendung von Saugglocke oder Zangengeburt aufgrund des erhöhten Blutungsrisikos vermieden werden. Bei Nabelschnurblutungen oder Hämatomen am Kopf wird ein VWF/Faktor-VIII-Konzentrat verabreicht. Wenn keine Blutungen auftreten, muss das Kind nicht intensivmedizinisch versorgt werden.
Wie alle Neugeborenen sollten erst recht Neugeborene mit einer Blutgerinnungsstörung Vitamin K erhalten. Die Gabe von Vitamin K, meist in Form von Tropfen, seltener als Injektion in die Vene, ist unproblematisch.




Infobroschüre VWS: