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Der menschliche "Bauplan"

 

ist in jeder Zelle des Körpers in Genen festgelegt. Die Gene sind auf Chromosomen angeordnet. Der Mensch besitzt 23 Chromosomenpaare, von denen jeweils eines von der Mutter und eines vom Vater stammt. Das Gen für das von-Willebrand-Syndrom liegt auf Chromosom 1.
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Vererbung

 

Ursache für das angeborene von-Willebrand-Syndrom sind Veränderungen (Mutationen) der genetischen Information, die bei Männern und Frauen gleichermaßen auftreten können. Unterschiedliche Mutationen führen zu unterschiedlicher Ausprägung und Schwere der Erkrankung.


Die Anweisung für die Produktion des VWF befindet sich auf einem der 22 Chromosomenpaare, die bei Männern und Frauen gleich sind – Autosome. Man spricht von autosomaler Vererbung. Es gibt sowohl „autosomal rezessiv“ als auch „autosomal dominant“ vererbte Formen. Im Gegensatz zur Hämophilie sind hier keine Geschlechtschromosomen betroffen. Daher können sowohl Männer als auch Frauen erkranken.

 

Autosomal rezessiver Erbgang

Schwere Fälle (z.B.: Typ 2N und 3 VWS)
Willebrand Syndrom - Autosomal rezessiver Erbgang
Beim autosomal rezessiven Erbgang tritt die Erkrankung nur dann auf, wenn von beiden Eltern eine fehlerhafte genetische Information vererbt wurde. Der schwere, jedoch seltene Typ 3 wird autosomal rezessiv vererbt. Beide Eltern sind Träger der Mutation. Für jedes Kind beträgt das Risiko 25 Prozent, an dem von-Willebrand-Syndrom zu erkranken. Das Risiko, die Mutation zu erben, beträgt für jedes Kind 50 Prozent. Auch Typ 2N wird rezessiv vererbt.

 

Autosomal dominanter Erbgang
Leichte Fälle (z.B.: Typ 1 VWS)
Willebrand Syndrom - Autosomal dominanter Erbgang
In den meisten anderen Fällen ist der Erbgang dominant. Beim dominanten Erbgang führt die fehlerhafte genetische Information, die von einem Elternteil vererbt wird, zur Erkrankung. In diesem Fall beträgt das Risiko für das von-Willebrand-Syndrom für jedes Kind 50 Prozent.