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Schwangerschaft und Diagnose beim Neugeborenen

 

Frage:

Sehr geehrte Frau Professor Nowak-Göttl,

bei einem 3 Monate alten Säugling ist eine Impfung geplant. Bei der Mutter wurde während der Schwangerschaft ein von Willebrand-Syndrom Typ 2 festgestellt. Vor und nach der Schwangerschaft hatte Sie keine Symptome, währenddessen jedoch vermehrtes Nasenbluten.

Ist eine VWS- Diagnostik beim unauffälligen Säugling vor der  i.m. Impfung nötig, möglich und sinnvoll?

 

Antwort:

Da die Blutungssymptomatik nur in der Schwangerschaft auftrat, liegt hier offenbar ein erworbenes von Willebrand-Syndrom (VWS) vor. Bei bisher unauffälligem Säugling würde ich normal impfen und eine Abklärung erst nach dem 12. Lebensmonat oder vor einem geplanten Eingriff im HNO-Bereich durchführen.
Wenn tatsächlich ein erworbenes von Willebrand-Syndrom vorliegt, besteht keine Möglichkeit der Vererbung (im Gegensatz dazu, wenn ein angeborenes von Willebrand-Syndrom erst in der Schwangerschaft auffällig wurde).
 
Mit freundlichem Gruß
 
Ulrike Nowak-Göttl