Vorsicht mit pflanzlichen Medikamenten!
Naturpräparate sind vor allem zur Vorbeugung aber auch zur Behandlung von Krankheiten sehr beliebt. Viele Menschen nehmen z. B. Knoblauch für die Gefäße, Ginko gegen Vergesslichkeit oder Baldrian zur Beruhigung ein. Doch auch pflanzliche Arzneimittel können gefährlich werden! Vor allem in Kombination mit anderen Medikamenten sind unerwünschte Nebenwirkungen möglich. Noch größer wird diese Gefahr dadurch, dass der behandelnde Arzt oft nichts von der Einnahme dieser Medikamente erfährt. Da sie „rein natürlich“ sind, werden sie von vielen Patienten als vollkommen unbedenklich eingeschätzt.Auf ihrer Jahrestagung warnte die US-Gesellschaft der Anästhesisten u. a. vor folgenden pflanzlichen Wirkstoffen:
- Fieberkraut
- Ginkgo
- Ginseng
- Ingwer
- Knoblauch
Diese Wirkstoffe erhöhen die Blutungsneigung, vor allem bei zusätzlicher Einnahme von Antikoagulanzien (Gerinnungshemmern) oder bei Vorliegen einer angeborenen Gerinnungsstörung. Bei Operationen kann dies zu einem unerwartet hohem Blutverlust führen!
Der UAW-Ausschuss (UAW = unerwünschte Arzneimittelwirkungen) der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) stellte ebenfalls fest, dass Präparate, die Ginkgo-biloba-Extrakte enthalten, in Kombination mit z. B. Acetylsalicylsäure (ASS), die Blutungsgefahr – während einer Operation oder auch spontan – stark erhöhen.
Teilen Sie Ihrem behandelnden Arzt daher bitte mit, welche Präparate Sie einnehmen und besprechen Sie mit ihm/ihr, ob eine weitere Einnahme sinnvoll ist!




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