Tipps und Tricks um den kleinen Pieks!
Ist Ihr Kind von VWS betroffen, so wird es möglicherweise sein Leben lang auf Injektionen angewiesen sein. Daher ist es besonders wichtig sowohl die Venen als auch die Psyche Ihres Kindes zu schonen.
Wir wollen Ihnen ein paar Tipps und Tricks an die Hand geben, wie Sie und Ihr Kind mit der Substitutionstherapie umgehen können:
1. Kinder sind neugierig!
Sie wollen wissen, was mit Ihnen gemacht wird und sollten die Situation als so normal wie möglich empfinden. Lassen Sie Ihr Kind also bei der Injektion zusehen und beziehen Sie es altersgerecht in die Vorbereitung mit ein (z.B. Mischen der Lösung).
2. Angst ist ansteckend!
Überprüfen Sie, welche Ängste bei Ihnen selbst im Bezug auf Spritzen im Allgemeinen und speziell beim Spritzen Ihres Kindes vorliegen. Wenn Sie zu nervös sind, sollten Sie das Spritzen evtl. einer dritten Person überlassen und sich langsam herantasten.
3. Nicht aufgeben!
Bleiben Sie ruhig, wenn Ihr Kind die Injektion verweigern will. Zeigen Sie, dass sie die Angst und Abneigung ernst nehmen, aber erklären Sie auch, warum das Stechen unvermeidbar ist.
4. Belohnung tut gut!
Machen Sie mit Ihrem Kind, vor allem wenn es noch jung ist, eine kleine Belohnung aus. Bieten Sie zum Beispiel an, eine Geschichte zu lesen, wenn es brav ist und still hält. Achten Sie darauf, keine immer größeren Belohnungen anzubieten und beziehen Sie Geschwisterkinder mit ein, damit es nicht zu Eifersüchteleien kommt.
Wenn es alt genug ist, kann Ihr Kind in Kursen erlernen, sich die Injektionen selbst zu verabreichen. Dies ermöglicht eine viel größere Unabhängigkeit und wird daher von den meisten Kindern gewünscht.
Informationen zu Kursen zur Heimselbstbehandlung, auch für Eltern, erhalten Sie bei Ihrem Hämophiliezentrum.




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