Achtung Blutarmut!
VWS-Betroffene haben oft langjährige, z.T. unbemerkte Schleimhautblutungen. Bei Frauen kommen zusätzlich häufig starke und lang andauernde Regelblutungen hinzu. Dies kann zu einer so genannten Blutarmut (Anämie) führen. Hierbei geht durch die Blutungen zuviel Eisen verloren und das Blut ist nicht in der Lage, ausreichend Sauerstoff durch den Körper zu transportieren.Woran kann man eine Anämie erkennen?
Eine Anämie wird mittels einer Blutuntersuchung vom Arzt festgestellt. U.a. wird der Hämoglobinwert bestimmt. Dieser sollte bei Frauen nicht unter 12 gr/dl und bei Männern nicht unter 14 gr/dl liegen.
Es gibt allerdings auch allgemeine Anzeichen, die auf eine Anämie hinweisen können.
Achten Sie auf:
- Müdigkeit
- Blässe
- Schneller Puls (Tachykardie)
- Schnelle Atmung (Tachypnoe)
- Übelkeit
- Schwindelgefühl/Ohnmacht
- Ohrgeräusche (Tinnitus)
Bei chronischer Blutarmut können sogar Herzbeschwerden auftreten. Insgesamt fühlen sich die Betroffenen in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt. In vielen Fällen führen diese Symptome, also das Vorliegen einer Anämie, erst zur Diagnose des von-Willebrand-Syndroms.
Behandelt wird die Anämie vor allem durch die Beseitigung ihrer Ursachen. Zusätzlich kann eine Nahrungsergänzung um Eisen sinnvoll sein.
Wenn Sie die oben genannten Symptome bei sich beobachten, sollten Sie unbedingt Ihr Hämophiliezentrum oder Ihren Hausarzt aufsuchen.




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