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Infobroschüre VWS:
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Die wichtigsten Informationen rund um das von-Willebrand-Syndrom. Für Sie zum Nachlesen ... >> mehr

Aktuelles aus dem Expertenrat


Unser Anliegen ist es, Sie umfassend und möglichst individuell zu informieren. Dazu haben wir u. a. unseren „Expertenrat“ ins Leben gerufen, der jederzeit Ihre allgemeinen und speziellen Fragen rund um das Thema Gerinnung beantwortet.
Da auch Anliegen anderer VWS-Patienten für Sie interessant sein könnten, stellen wir Fragen und Antworten anonymisiert für alle Besucher dieser Internetpräsenz in der Kategorie „FAQ“ zur Verfügung.

 

 

Behandlung mit Marcumar



Frage:


Sehr geehrte Frau Professor Scharrer,

Darf ein Patient mit von Willebrand-Syndrom, bei dem beispielsweise aufgrund von Vorhofflimmern oder Kunstklappenersatz am Herzen die Blutgerinnung gehemmt werden müsste, Marcumar erhalten ? Oder ist dies eine absolute Kontraindikation.

Antwort:


Inge ScharrerEin von Willebrand-Syndrom ist keine absolute, jedoch eine relative Kontraindikation gegen Marcumar. Bei einem Patienten mit Vorhofflimmern oder Kunstklappenersatz sollte Marcumar gegeben werden. Es ist dabei zu unterscheiden, ob es sich um ein mildes oder ein schweres von Willebrand-Syndrom handelt. Die Marcumar- Prophylaxe ist nur schwierig bei einem Typ 3, da dabei Blutungen vorprogrammiert sind. Um diese Blutungen zu vermeiden, müssten Typ 3 Patienten unter Marcurmar gleichzeitig prophylaktisch mit einem von  Willebrandfaktor-haltigen Präparat behandelt werden.
 
Mit freundlichen Grüßen
Professor Scharrer





VWS und Grippeimpfung

 

Frage:

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Scharrer,

ich habe eine Frage zur H1N1-Grippeimpfung: 2004 wurde bei mir das von Willebrand-Syndrom, Typ 2A festgestellt. Kann ich den Impfstoff Pandemrix, der bei uns im Saarland meist verwendet wird, bekommen oder sollte auf einen anderen Impfstoff zurückgegriffen werden. Mit freundlichen Grüßen D.K.


Antwort:

Inge ScharrerDas von Willebrand Syndrom ist keine Kontraindikation für eine Impfung. Sie sollten nur darauf achten, dass der Impfstoff auf keinen Fall intramuskulär, sondern subkutan oder intrakutan verabreicht wird. Bisher liegen für keinen der Impfstoffe Daten für subkutane Verabreichung vor – erwartungsgemäß sollte die Wirksamkeit ähnlich sein, lokale Reaktionen (wie Rötungen) können auftreten.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Prof. Scharrer

 

Weitere Information finden Sie auch beim Paul-Ehrlich-Institut.