Frauen und das von-Willebrand-Syndrom
Obwohl Männer und Frauen gleich häufig von dem von-Willebrand-Syndrom betroffen sind, fällt es bei Frauen häufiger durch gynäkologische Blutungen auf.
Verlängerte und verstärkte Regelblutungen oder Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt sind oft erste Hinweise auf das von-Willebrand-Syndrom. Viele Frauen, bei denen ein von-Willebrand-Syndrom besteht, leiden unter besonders starken, lang andauernden Regelblutungen, die oft sehr schmerzhaft sind. Zudem werden Blutungen und Schmerzen während des Eisprungs häufig beobachtet. Wird das von-Willebrand-Syndrom nicht diagnostiziert, kann dies, begünstigt durch überdurchschnittliche Blutverluste, zu einer Anämie („Blutarmut“) führen.
Steht die Diagnose „von-Willebrand-Syndrom“ fest, gibt es je nach Schweregrad verschiedene medikamentöse Möglichkeiten zur Behandlung (siehe Therapie).
Zusätzlich zu den beschriebenen Behandlungsmöglichkeiten mit DDAVP und VWF/FVIII-Konzentrat kann bei Frauen eine Hormontherapie mit oralen Kontrazeptiva (Anti-Baby-Pille) oder eine hormonhaltige Spirale die Regelblutung abschwächen.



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